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Neben vielen international produzierten kleinen Modellreihen, darf man die deutsche Fa. Wiking, die heute noch Modellautos für elektrische Eisenbahnen produziert, als Hauptinitiator für dieses Sammelgebiet ansehen.


Das war vor dem 2ten Weltkrieg und die sehr einfach gehaltenen Modelle waren für Strategiespiele am grünen Tisch und zur Silhouettenkennung für U-Bootkommandanten und Bomberpiloten gedacht. Doch schon damals haben die heutigen Altsammler als Kinder diese Modelle zu sammeln begonnen.


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Das war vor dem 2ten Weltkrieg und die sehr einfach gehaltenen Modelle waren für Strategiespiele am grünen Tisch und zur Silhouettenkennung für U-Bootkommandanten und Bomberpiloten gedacht. Doch schon damals haben die heutigen Altsammler als Kinder diese Modelle zu sammeln begonnen.

 

Nach dem Krieg etablierten sich einige weitere Hersteller, welche zunächst die naheliegensten Sammelgebiete beschickten, wie eben Schiffe der deutschen Handels- und Kriegsmarinen etc. Die Qualität dieser Erzeugnisse war noch recht unterschiedlich, echte Spitzenmodelle aus heutiger Sicht waren selten. Der allgemeine Trend ging jedoch eindeutig in Richtung einer Qualitätsverbesserung, also besserer Detaillierung und Vorbildgetreue, Bemalung und ausgefeilterer Gusstechnik.

umfeldnorbert.jpg Ein Junge sitzt an einem Karnevalsabend in den späten Sechzigern an einem Tisch und baut aus Styropor (!) nach Weyers Flottentaschenbüchern Modelle. Der Junge heißt Norbert Bröcher und hat wie kaum ein anderer die Verbreitung des Sammelns gefördert. Er stand als elementare Stütze hinter sehr vielen heute etablierten Serien!

In den späten Siebzigerjahren begannen sogenannte Küchentischproduzenten neben den etablierten großen Herstellern weitere Modelle zu produzieren. Die Qualität dieser in Freizeitarbeit von Enthusiasten erstellten Kleinstserienmodelle war oft ganz erstaunlich gut und brachte frischen Wind in die Herstellerlandschaft.

umfeldsoem.jpg Eine der unzähligen Kleinserien, die Norbert Bröcher quasi produzierte, war Pontos des Dr. Michael Götz, der dieses ebenso phantastische wie seltene Modell der norwegischen Bark "Soem" in einer Auflage von 25 verschieden getakelten Modellen hergestellt hat.

 

So entwickelte sich ab dieser Zeit ein regelrechter Boom, in welchem neue Hersteller und neue Sammler gleichermaßen in In- und Ausland ein frisches Aufbruchsklima produzierten.Größere Firmen wie Kleinhersteller sind seither neu entstanden und wieder verschwunden; eine Reihe von Küchentischproduzenten haben sich etabliert und wieder anderen wagen als Alternative zum verlorenen Arbeitsplatz oder aus ähnlichen Beweggründen den Schritt in die Professionalität.

 

ri_0000_saga_0002.jpg Risawoleska hat ganz bescheiden begonnen. Auch an einem Faschingsabend wurde nach einem Bild in einem Buch von Laurence Dunn die Patricia des Svenska Lloyd aus Holz und Papier gebaut. Die Masten stammen von einem Mercator Modell .....

 

So gibt es heute nominell zwar eine große Anzahl an Herstellern, die aber oft nicht sehr lebendig sind und teilweise über Jahre hinweg gar nicht produzieren. Manche Sammlerserien wurden ohnehin nur mit dem Ziel gegründet, ein oder zwei Schiffe zu produzieren, die bei einem anderen Hersteller nicht zu erwarten waren.

 

Andere hingegen produzieren sehr fleißig gute Modelle, die jedoch auch mal größere Summen kosten können. Gemeinhin beschränken sich die Hersteller in der Regel auf ein bestimmtes "Revier", in dem sie die wesentlichen Anteile ihrer Produktion ansiedeln.

 

Dennoch kommt es natürlich zu Doppelproduktionen, so gibt es z.B. das Modell der RMS Titanic von nicht weniger als vier Herstellern. Eine höchst unangenehme Folge kann für den Hersteller der sehr kritische Vergleich der Modelle untereinander sein, der sicher die Fehler, mit denen jedes Modell nun einmal behaftet ist, zu Tage fördert und Imageverlust bedeuten kann.

 

Allerdings sind ein Teil der Hersteller und Kunden miteinander befreundet und arbeiten zum Nutzen aller mehr oder weniger eng zusammen.

 

umfeldkassel.jpg Das alle zwei Jahre stattfindende internationale Sammlertreff in Kassel ist eine erregende Möglichkeit, nicht nur mit Herstellern ins Gespräch zu kommen, sondern auch viele längst ausverkaufte oder Modelle seltener Serien zu bekommen. Hier treffen sich Alle und Sammler, Hersteller sowie Händler reisen aus der ganzen Welt an. Im Bild ein Fachgespräch mit Bernd Walsberg am Stand von Risawoleska in Kassel 2001.

 

Abschließend läßt sich sagen, daß jeder Hersteller eigenen Unternehmens- und Produktphilosophien pflegt, wobei manche nicht einmal auf Umsatz oder Rentabilität ausgerichtet sind.

 

Von den gemessen an anderen Sammelgebieten sehr geringen Auflagen zwischen üblicherweise zwischen 5 - 1000 Modellen profitieren die Sammelmärkte, die sich derzeit größtenteils in den folgenden Ländern befinden: Die größten Sammelgemeinden fanden sich in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz. Zunehmende Sammelaktivitäten bilden sich sei einigen Jahren auch in den Benelux-Staaten, Frankreich, Skandinavien, Italien, und auch Australien.

 

In Großbritannien wird natürlich sehr gesammelt, aber die Stil des Sammelns unterscheidet sich mit mehr Eigenarbeit an den Modellen erkennbar von den Sammlern anderer Länder.

 

Besonders aber in den USA boomt gegenwärtig das Sammeln der Miniaturen.

 

umfeldkontraste.jpg Der genormte Produktionsmasstab 1:1250 ermöglicht fantastische Vergleiche. Hier steht eines der größten Risawoleska Modelle, die"Stockholm" von 1941 neben einem der kleinsten, der ersten Autofähre Norwegens, der "Salhusfaergen". Da die "Stockholm" nie wirklich in Fahrt gekommen ist, sind sich die Schiffe im Original nie begegnet.....

 

Die auslösenden Momente für den Beginn einer Sammlung können vollkommen unterschiedlicher Natur sein; mancher "sammelt" eben nur das Modell des Schiffes, auf dem er seine Militärzeit absolviert hat, einen anderen interessiert vielleicht die nationale Flotte oder ein spezieller Schiffstyp in seinen unterschiedlichen Ausprägungen.

 

Viele freuen sich vor allem über die qualitative Arbeit einiger Hersteller und die Schönheit mancher Modelle und sammeln, was Ihnen gefällt.

 

Meistens aber sind es Kombinationen dieser Intentionen.

 

Natürlich gibt es auch einen finanziellen Aspekt. Waren sogenannte "Second hand Modelle" wegen der Schwierigkeit, gerade jene Sammler zu finden, die an diesem Modell Interesse hatten, angesichts der lächerlich geringen Auflagen jahrelang viel zu günstig zu haben, hat sich über das schnelle Medium Internet und Onlineauktionen nun ein realistischeres, zeitweise sogar überbewertetes Niveau auf natürlichem Weg von Angebot und Nachfrage etabliert, das seltenen und schönen Modellen den Wert bescheinigt, den sie haben.

 

Dennoch, wenn Sie vor der Überlegung stehen, das erste Modell zu erstehen, dann tun Sie es bitte aus Freude an einem schönen Modell und nicht, um damit Werte zu schöpfen.

 

Wohin so etwas führt kann man an "katalogisierten Sammlergebieten" wie z. B. den Firmen Märklin oder Schuco sehen.

 

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